ANIMALISMUS

Projekt der

 

Tiroler Fachberufsschule für
Handel und Büro Schwaz

 

mit der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2017

 

 

   


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANIMALISMUS

Alle TeilnehmerInnen werden gebeten, sich eine der nachfolgenden Tierabbildungen (aus verschiedensten Kunstepochen und von verschiedensten Künstlern) auszusuchen, die ihnen persönlich am besten zusagen (bei Überschneidungen bitte so ausdiskutieren, dass jede/r TeilnehmerIn EINE EIGENE Vorlage hat).  

Das darauf abgebildete Tier soll Sie bei den „Kunsttagen“ als „Zwilling“ in Ihrem künstlerischen Schaffen begleiten.  

Folgende Aufgaben sollen auf/bis „Rimpf“ gelöst werden:  

1.    1.    Fertigen Sie bitte ein Bild von Ihrer Vorlage auf Leinwand an und ergänzen Sie dieses Bild mit einem für Sie typischen Merkmal
        (z. B. einer Brille, einer speziellen Frisur, einem Piercing …), sodass man dieses Bild Ihnen nach Möglichkeit zuordnen kann.

2.     Schaffen Sie zu Ihrem Tier eine Skulptur (Materialien werden auf „Rimpf“ genügend bereitliegen.

3.    3.     Fertigen Sie alleine oder in Teamarbeit eine Fotoserie (analog) zu Ihrem Tier an (dazu gibt es einen Workshop auf „Rimpf“).

4.     BIS zu unserer Rimpfreise entwerfen Sie bitte eine STARK VEREINFACHTE Umrisszeichnung Ihres Tieres an – wir werden
        auf „Rimpf“ gemeinsam all diese Tierzeichnungen auf einer Felswand aufmalen (vergleiche: Felsmalereien in Steinzeithöhlen).  

5.   5.     Das „Werkbuch“ soll ab nun Ihr ständiger Begleiter für Ideen, Skizzen, Texte, Collagen … sein. Bitte nutzen Sie das
        „Werkbuch“ – wir stellen diese „Werkbücher“ dann auch in der GALERIE UNTERLECHNER aus.

 

Pablo Picasso, eigentlich Pablo Ruiz Picasso, 1881 – 1973, spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken, deren Gesamtzahl auf 50.000 geschätzt wird. Es ist geprägt durch eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und Techniken. Die Werke aus seiner Blauen und Rosa Periode und die Begründung des Kubismus (der Begriff Kubismus -geometrischer Stil – entstand durch die scheinbare Auflösung in „Würfel [= Cube]. Die von Picasso und Braque gewünschte Sehvorstellung besteht jedoch nicht in geometrischen Formen, sondern in der Darstellung der wiedergegebenen Gegenstände und dem Aufbau des Gemäldes) zusammen mit Georges Braque bilden den Beginn seiner außerordentlichen Künstlerlaufbahn.


 Pablo Picasso, Stier, Lithographie (= Steindruck), 1945/46 - Serie

 

Albrecht Dürer der Jüngere (auch Duerer), 1471 – 1528, deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker. Mit seinen Gemälden, Zeichnungen, Kupferstichen und Holzschnitten zählt er zu den herausragenden Vertretern der Renaissance (Renaissance [entlehnt aus frz. renaissance „Wiedergeburt“] beschreibt eine europäische Kulturepoche hauptsächlich des 15. und 16. Jahrhunderts und bringt das Bemühen zeitgenössischer Künstler und Gelehrter zum Ausdruck, die kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike nach dem ausklingenden Mittelalter wieder neu zu beleben.

 
Albrecht Dürer – Feldhase, Aquarell, 1502


 

Die Rotfigurige Vasenmalerei wurde um 530 v. Chr. In ASthen entwickelt und war bis zum Ende des 3. vorchristlichen Jahrhunderts in Gebrauch. Sie erhielt ihren modernen Namen aufgrund der figürlichen Darstellungen in roter Farbe auf schwarzem Grund, die sie gegenüber der älteren Gestaltungsweise des schwarzfigurigen Stils mit schwarzen Figuren vor rotem Hintergrund absetzt.

Die Sphinx (griechisch σφίγξ, von σφίγγειν, sphíngein = erwürgen; möglicherweise auch abgeleitet von altägyptisch spanch = was das Leben empfängt) ist ein Mischwesen mit einem Menschenkopf und einem meist geflügelten Tierkörper, das sich dem hellsichtigen Blick zeigen kann.

 
 Vasenmalerei, Griechenland, ca. 470 v. Chr.

 

Frans Snyders (1579 bis 1657) war ein flämischer Maler und Schüler von Pieter Bruegel dem Jüngeren. Er hielt sich hauptsächlich in seiner Heimatstadt Antwerpen auf. Dort betrieb er ein großes Atelier und fertigte mit zahlreichen Schülern Auftragsarbeiten an. Er schuf große Stillleben und machte sich auch einen Namen in der Tiermalerei. Zu seinen bevorzugten Darstellungen gehören auch Jagden, Wildbret und Geflügel. Oft arbeitete er dabei mit Rubens zusammen.


1. Hälfte 17. Jh., Feder in Braun und braune Lavierung


Henri Marie Raymond de Toulouse-Lautrec-MonfaHenri Toulouse-Lautrec -(1864 bis 1901) war ein französischer Maler und Grafiker des Post-Impressionismus (Das Bild soll überwiegend eine reine Darbietung von Farbe und Form werden, die auf den ästhetischen Genuss und die Übermittlung subjektiver Empfindungen des Künstlers zielt. Der Betrachter wird so dazu aufgefordert, die sinnliche Erfahrung von Farben und Linien höher zu bewerten als den natürlichen Anschein der Dinge, dem immer weniger Bedeutung beigemessen wurde) im ausgehenden 19. Jahrhundert. Berühmt geworden ist er besonders durch die Plakate, die er unter anderem für das Pariser Varieté Moulin Rouge am Montmartre anfertigte.


 1890, Folette, Öl auf Karton,


Franz Moritz Wilhelm Marc  - Franz Marc – (1880 bis 1916) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des Expressionismus (nicht die wirklich­keitsgetreue Weitergabe von Eindrücken und schöne Formen wichtig; im Gegensatz zu den impressionistischen Malern drückten die Expressionisten ihre subjektiven Regungen aus. Sie gaben direkt und spontan ein „durchfühlt“ interpretiertes Motiv weiter) in Deutschland. Neben Wassily Kandinsky war er Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter, die am 18. Dezember 1911 ihre erste Ausstellung in München eröffnete. Der Blaue Reiter ging aus der Neuen Künstlervereinigung München hervor, in der Marc kurzzeitig Mitglied war. Für den Almanach Der Blaue Reiter und andere Veröffentlichungen verfasste er kunsttheoretische Schriften.


 1911, Blaues Pferd I., Leinwand


Charlie Baird - Geboren in Nairn, Schottland im Jahr 1955, studierte Charlie Baird am Instituto Allende, San Miguel, Mexiko und Wimbledon School of Art, London. Von 1983-85 besuchte er die Cité Internationale des Arts, Paris. Seit seiner ersten Einzelausstellung in der Crane Kalman Gallery im Jahr 1977 hatte er Einzelausstellungen in London, Europa und Amerika.

 
 
About 400 Sumatran Tigers


Andy Warhol (1928 bis 1987) war ein amerikanischer Künstler, Filmemacher und Verleger sowie Mitbegründer und bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop Art (Der Popkünstler fordert die absolute Realität, das heißt, dass alle Elemente rein, klar definierbare Gegenstands-Elemente sein müssen. Oft sind die dargestellten Gegenstände wie in einem Plakat ohne Tiefe, also flächig gestaltet. Die Farben sind immer klar, es werden meistens nur die unbunten und Primärfarben angewendet). Warhols Karriere begann bereits in den 1950er Jahren als Grafiker und Illustrator für Mode-, Hochglanz- und Lifestylemagazine und entwickelte sich schnell. Er hinterließ ein umfangreiches Gesamtwerk, das von einfachen Werbegrafiken bis zu Gemälden, Objekten, Filmen und Büchern reicht. Zudem war er auch als Musikproduzent tätig.

 
Cow 12, Siebdruck, 1971


 

Walter Elias „Walt“ Disney (1901 bis 1966) war ein US-amerikanischer Filmproduzent, der unter anderem Naturfilme produzierte und Zeichentrickfiguren erfand. Mit seinen Figuren und Filmen sowie später mit seinen Themenparks war er eine der prägendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.


 Mickey Mouse, nach 1930

           

 

Felsmalereien in Steinzeithöhlen  

Die Höhlenkunst ist das älteste Zeugnis für die Verwendung von Pigmenten und Bindemitteln. Sie entstand in der Steinzeit mit dem Ausgang der Eiszeit. Die ältesten Höhlenmalereien sind ca. 40 000 Jahre alt (El-Castillo-Höhle), etwa 30 000 Jahre alt sind sogenannte Petroglyphen = Felsritzungen (La Ferrassie, Höhle von Pair-non-Pair). Der Höhepunkt der Felsbildkunst wurde vor ca. 20 000 Jahren erreicht (Höhle von Lascaux, Höhle von Altamira).

 

Die Menschen der ausgehenden Altsteinzeit konnten „schon perspektivisch zeichnen, kannten verschiedene Maltechniken und vermochten das Verhalten von Tieren naturgetreu wiederzugeben“. (Reinhard Breuer u.a.: Moderne Archäologie)

 

Größtenteils stellen die Malereien Tiere dar. Zeichnungen von Menschen sind ausgesprochen selten (wie z. B. in der "Grotte du Sorcier“ = Höhle des Zauberers).

 

Als Anstrichmittel wurden Eisenoxide für rote und Manganoxide oder Holzkohle für schwarze Farben verwendet. Durch unterschiedlich erhitzten Ocker konnte die Farbpalette vergrößert werden, doch wird im Allgemeinen angenommen, dass auch diverse Gesteine, Erze und Feldspat sowie Blut, Kalkstein, Pflanzenharz, Milch und Pflanzensäfte zur Farbherstellung benutzt wurden. Das aus diesen Rohstoffen gewonnene Material, vermutlich in Pulverform, wurde mit Wasser, Speichel oder Fetten vermischt und anschließend mit verschiedenen Techniken auf die Wandfläche aufgetragen.  

Im Laufe der Zeit tränkte das Sickerwasser aus der Felswand die Farbkunstwerke. Das darin gelöste Calciumhydrogencarbonat zersetzte sich beim Verdunsten des Wassers zu Kohlenstoffdioxid und Kalk. Letzterer bildete einen Kalksinter in den Farbschichten, der das Kunstwerk extrem dauerhaft konservierte.  

Die Zeichen-, Mal-, Gravur- und Skulpturtechniken in den Höhlen sind gut erkennbar und der Mensch wandte sie entsprechend auf dem jeweiligen Untergrund an, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Auf ungleichmäßigem Untergrund verwendete er Sprühtechniken; auf Lehm benutzte er seine Finger, ...  

Striche und Punkte wurden mit der gefärbten Fingerspitze oder mit Pinseln aus Tier-Haar gezeichnet. Bei der Versprüh-Technik zerrieb man das Pigment zu einem feinen Pulver, das mit dem Mund oder mit Hilfe eines Röhrchens auf die Wand gesprüht wurde.

Hielt der Künstler eine Hand dazwischen, entstanden durch diese Schablonentechnik Handnegative.

Durch die Verwisch-Technik entstand eine räumliche Wirkung (Perspektive).

Flachreliefs entstanden durch das Abmeißeln der umliegenden Fläche.

Die wahre Meisterschaft der Höhlenkünstler bestand darin, dass sie die dreidimensionale Wirkung von Rissen und Vorsprüngen des Felsuntergrundes in das Bild mit einbezogen. 

Zu den weiteren Hilfsmitteln zählen Feuersteingeräte wie Kratzer, Stichel oder auch Klingen, mit denen die Gravierungen ausgeführt wurden.

 

Häufig wurden verschiedene Techniken miteinander kombiniert, um die Darstellungen bestmöglich zum Ausdruck zu bringen.

 


(Beispielbilder aus der Höhle von Lascaux)  

 

Bezirksblatt, 22. Juni 2017

* Auszeichung für die Kulturkooperation/Bundesministerium

* Bericht von der Vernissage

* Termin unserer Vernissage: SAMSTAG, 17. Juni 2017 bis SAMSTAG, 1. Juli 2017

* 1. Treffen in der Galerie Unterlechner (Dez. 2016)

* Atelierbesuch bei Prof. Norbert Eisner

* aktueller Bericht über Rimpfaufenthalt (Mai 2017)